Bau von Exponentiallautsprechern

Im Jahre 1998 wollten wir mit unseren Studierenden gute und preiswerte Lautsprecherboxen bauen. Ein Vorschlag eines Händlers, der den Versand inzwischen aufgegeben hat, verleitete uns dazu, Isophon-Exponentiallautsprecher zu bauen. Insgesamt wurden 21 Gehäuse gefertigt.

Im Verlauf des Seminars wuchsen die Ansprüche der Teilnehmer an Design und Technik und so wurde die Box ausschließlich mit MDF-Platten gefertigt, mit Filz ausgekleidet und auf einer NC-Fräse der Firma "Leitern Ahlers" auffällig gestaltet (form follows function). Für die Lackierung reiste ein Spezialist eines Farbgroßhändlers aus Bremen an, der uns in die Geheimnisse des professionellen Farbaufbaus einweihte. Von preiswerten Lautsprechern war schließlich nicht mehr die Rede.

Zu einem vergleichenden Hörtest wurden die Boxen zu einem großen HiFi-Händler in Oldenburg gebracht. Das Ergebnis war niederschmetternd und wurde im Akustik-Labor der Physik noch erhärtet: Der Isophon-Entwurf war fehlerhaft.

miserabler Frequenzgang 

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 Bild: miserabler Frequenzgang

Hilfe erhielten wir schließlich von Dr. Roland Gauder, der sich in Renningen mit einer Akusticconsult Firma selbständig gemacht hat. Er veränderte die Frequenzweichen völlig und gesellte zu den Boxen noch einen Subwoofer. Der Erfolg dieser Maßnahmen war so groß, dass alle Studierenden die kostspieligen Änderungen nachvollzogen.

Traurige Parade der Lautsprecher

Bau der Subwoofer

Bilder: Traurige Parade der Lautsprecher beim Umbau und Bau der Subwoofer.

 


gert reich 07.05.00